Diskurs

Neben positiven Rückmeldungen zur Datenbank haben uns auch kritische Kommentare und konkrete Verbesserungsvorschläge erreicht. Alle konstruktiven Rückmeldungen und Kritikpunkte werden auf dieser Seite offen dokumentiert.

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#1 - Abgrenzung des deutschen Marktes über den Standort der Projekte 

Kritik

Manche deutsche Plattformen finanzieren vor allem internationale Projekte. Im Marktreport erscheinen diese Plattformen kleiner als sie wirklich sind, da die internationalen Projekte bei der Betrachtung des deutschen Marktes nicht berücksichtigt werden. 

Unser Statement

Wir halten es für sinnvoll, den Crowdinvestment-Markt über das Land abzugrenzen, in dem ein Investment tatsächlich wirksam wird. Mit der Recherchefunktion der Datenbank kann jeder Nutzer die Volumen der deutschen Plattformen mit und ohne internationale Projekte filtern. So ist es für jeden möglich, die seines Erachtens "richtigen" Marktanteile zu ermitteln. Wir werden den Kritikpunkt bei der Erstellung zukünftiger Reports berücksichtigen und deutlich kenntlich machen, dass sich die Plattform-Volumen ausschließlich auf deutsche Projekte beziehen.

 

#2 - Komplette Volumenzuordnung in dem Jahr, in dem ein Funding abgeschlossen wurde 

Kritik

Von einzelnen Plattformen kam die Kritik, dass das Volumen pro Jahr von der plattformeigenen Datenerfassung abweicht. So kann es aufgrund unterschiedlicher zeitlicher Volumenzuordnung u.U. vorkommen, dass im Marktreport für eine Plattform ein negatives Wachstum ausgewiesen wird, während die Plattform nach eigener Volumenrechnung ein Plus verzeichnet.

Unser Statement

Die eindeutige und vollständige Zuordnung von Investmentrunden zu einem einzelnen Jahr reduziert die Komplexität. Diese Vorgehensweise hat unseres Erachtens deutlich mehr Vor- als Nachteile. Es hilft die Daten verständlich, nachvollziehbar und vergleichbar darzustellen. Über die Zeit und mit einem wachsenden Markt werden die Abweichungen gegenüber einer rollierenden Datenerfassung immer weniger ins Gewicht fallen.

 

#3 - Anleihen als Crowdinvest

Kritik

Es wurde kritisiert, dass die Abgrenzung zum bestehenden Anleihenmarkt aktuell nicht wirklich trennscharf gezogen werden kann. Hier hat uns der Vorschlag erreicht, ausschließlich prospektfreie Anleihen als Crowdinvest zu erfassen. Eine EU-Verordnung sieht vor, Wertpapieremissionen zukünftig bis 8 Millionen Euro prospektfrei zu ermöglichen.

Unser Statement

Für den deutschen Markt ist im Jahr 2015 eine Crowdinvest-Immobilien-Anleihe erfasst (Glockengiesserei Neukölln im Jahr 2015 / 2,5 Mio. € via. Mezzany). Im Jahr 2018 wurden dann durch weitere Plattformen Immobilien-Anleihen lanciert. Da der maximaler Mindestinvest nicht höher als 1.000 Euro lag und es sich um einen transparenten Prozess mit direkter Online-Zeichnung handelte, wurden diese neuen Anleihen auch dem Crowdinvest-Markt zugerechnet. Den Vorschlag, nur prospektfreie Anleihen als Crowdinvest zu erfassen, finden wir grundsätzlich sehr gut und erwägenswert. Wir werden beobachten wie sich der Markt in 2019 entwickelt, gegebenenfalls nochmal Feedback einholen und dann schauen, inwieweit wir die Grundlagen der Datenerhebung in diesem Punkt anpassen.

 

#4 - Fremdkapital, Mezzanine und Eigenkapitel

Kritik

Uns hat eine kritische Stimme dazu erreicht, dass im Marktreport mittlerweile auch Fremdkapitalfinanzierungen (Crowdlending) erfasst werden. Nach Ansicht des Kritikers gehören beide Finanzierungsformen nicht zusammen.

Unser Statement

Märkte entwickeln sich weiter. Hier zwei Beispiele: Die Plattform Bergfürst hat von Nachrangfinanzierungen auf ein Forderungskaufmodell umgestellt (also von Crowdinvesting zu Crowdlending). Die Plattform Kapilendo bietet mittlerweile Nachrang- und Kreditfinanzierungen an (also Crowdinvesting und Crowdlending). Wir halten es für richtig, den Markt für "Rendite Crowdfunding" in seiner Gesamtheit zu erfassen. Mit der Recherchefunktion der Datenbank kann jeder Nutzer die Volumen nach "Eigenkapital/Mezzanin" und "Fremdkapital" filtern. So kann jeder die seines Erachtens "richtigen" Marktvolumen ermitteln.

 

#5 - Keine Berücksichtigung von Club Deals

Kritik

Eine Crowdinvesting-Plattform kritisiert am Marktreport, dass geschlossene Finanzierungen (Club Deals) nicht zum Crowdinvest-Volumen gezählt werden. Die Plattform - die in jüngster Zeit vemehrt geschlossene Finanzierungen vermittelt hat - argumentiert, dass ihre Umsatzentwicklung im Marktreport verzerrt dargestellt wird. 

Unser Statement

Die Datenerhebung folgt seit 2017 einer aus einer Feedback-Umfrage abgeleiteten Marktabgrenzung, nach der nicht-öffentliche Finanzierungen nicht als Crowdinvest zu zählen sind. Der Marktreport 2018 wurde um eine zusätzliche Plattform-Übersicht inkl. Club Deals erweitert, um die Gesamteinwicklung der Plattformen darzustellen. Weiterhin wird im Marktreport auf allen Seiten mit Plattformdaten explizit darauf hingewiesen, dass Club Deals nicht erfasst sind und die Zahlen nicht zwangsläufig der Gesamtentwicklung der Plattformen entsprechen.

 

#6 - Zahlungsverzüge werden nicht offen ausgewiesen

Kritik

Im Jahr 2018 hat crowdinvest.de vermehrt Zuschriften erhalten, die von Zahlungsverzögerungen bei Crowdinvestment-Projekten berichteten. Da diese bis dahin nicht in der Datenbank erfasst wurden, haben einige Leser kritisch angemerkt, dass der Erfolgsmonitor möglicherweise ein zu positives Bild zeichnet. 

Unser Statement

Im Zuge der Auseinandersetzung mit der Thematik wurden von verschiedenen Seiten jedoch das Argument vorgebracht, dass Transparenz kann Unternehmern und Anlegern schaden kann, die daraus resultierende Verunsicherung und schlechte Presse  die weitere Unternehmensentwicklung möglicherweise zusätzlich zu erschwert. Weiterhin , begibt sich crowdinvest.de als herausgebendes Portal auf rechtliches Glatteis, wenn vertrauliche Informationen aus der Kommunikation zwischen Darlehensnehmer und Crowdinvestoren weitergegeben und öffentlich gemacht werden und dies möglicherweise gegen die vertraglichen Vereinbarungen verstößt. Von daher hat sich crowdinvest.de entschieden Zahlungsverzögerungen nicht namentlich öffentlich zu machen.  

 

 

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Berlin, 09.04.2022